das ist eigentlich recht einfach erzählt. früh aufgestanden, nach so ca 3 stunden schlaf und davor 22 stunden dreh. und dann natürlich erst mal auf die abfahrt gewartet. um dann, am hafen angekommen auf licht, bühne und requisiten zu warten. gestern abend (heute früh) zum drehschlusss haben wir eigentlich noch besprochen, was wir an licht etc. mitnehmen. und heute früh waren die natürlich nicht schon davor dort, weil die ja sogar noch länger gearbeitet haben, als ich. es ist hier immer noch so, dass man als kameramann und besonders als direktor eine ganz spezielle stellung hat. der regisseur bekommt zum beispiel seinen tee als einziger immer im glas, die anderen müssen sich mit plastikbechern zufriedengeben. und ich bekomme immer was zu sitzen, und immer auch noch molton untergelegt.
wir sind also auf dem boot, weil wir an unserem ersten tag dort natürlich nicht alles geschafft haben. da haben wir auch leider einen grossen anschlussfehler produziert. wir haben nämlich alles an bord vom land aus gedreht, ohne ein mal auf dem boot gewesen zu sein. und als wir dann drauf waren, war es so dunkel, dass wir die abdeckplane an deck abgenommen haben. für die eine szene wäre das sogar noch gegangen, weil wir sie da nicht gesehen haben, aber heut im lauf des drehs ist es dann schon einige male vorgekommen. aber das wird sich schon verspielen. heute jedenfalls haben wir wie die weltmeister gedreht. von einem setup zum nächsten gehetzt. fast alles nur einmal gedreht, um zeit zu sparen.
und dann wieder ein special effect. eine zeichnung muss durch einen windstoss ins wasser geblasen werden. also mit einer fahne wind gemacht. die sind ja immer so bemüht, aber versuchen sachen, die so nicht funktionieren immer wieder.so auch zum beispiel das papier. platt auf dem boden liegend, von oben wegzublasen ist recht schwierig. irgendwann hab ich dann die ecken hochgebogen und sie haben versucht am boden entlang zu pusten. dann ging es so halbwegs. und alles wird hier erst zum dreh vorbereitet. so hat einer der ausstatter die fünf zeichnungen, die wir gebraucht haben an bord gemalt. aber irgendwie geht sich dann doch alles aus. weil das ja alle machen. und so immer gewartet wird.
irgendwann hatten wir dann unser pensum fürs boot geschaffund sind dann schnell wieder in den hafen gefahren, weil wir da ja auch noch was drehen mussten. da sind wir dann dieses arschlecken zu spät gekommen. das licht auf unseren schauspielern vor der Burg im Hintergrund wäre eine wundervolle spitze gewesen, und auch noch was da, um mit reflektoren ein wenig aufhellung in die gesichter zu geben. aber wie gesagt, sind wir etwas zu spät dran gewesen. und das licht war schon weg, bis verkabelt und geprobt war. schade.
dann sofort ins auto gesprungen. der regisseur und ich werden immer wie flüchtige mit dem auto sofort weggebracht. und ins hotel. hab allerdings nicht so genau erfahren,wann unser flug geht. also schnell gepackt und dann noch zwei stunden in der lobby gewartet. und dann mit fahrer zum flughafen 30km entfernt und noch schnell was trinken.
obwohl der flug schon aufgerufen ist. und nochmal aufgerunfen. dann in den flieger gegangen. kleiner flughafen. zu fuss 100m über das flugfeld. der flieger rollt dann auf die startbahn. die belehrung über die notausgänge etc. bricht mehrfach ab, der ton vom band bleibt weg. die stewardessen fangen immer wieder brav von neuem an.dann startet der flieger direkt. in istanbul mit dem taxi in den samsztag abendverkehr. chaos pur und lärm. nach der relaiven ruhe in bodrum ziemlich irre. bald ins bett. hab mir irgendwie eine grippe oder so was eingefangen.




















