in der früh aufzustehen, ein wireless lan zu finden und eine so nette mail zu finden.
das ist doch schon so was wie glück!
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in der früh aufzustehen, ein wireless lan zu finden und eine so nette mail zu finden. kaum zu glauben, aber jetzt istderauchschonvorbei. um 8.30 hat er begonnen. im alten büro, das jaganz nah hier amhotel ist. also zu fuss rüber gegangen. ein wenigbewegung tut ja auchnicht schlecht. dort angekommen stelle ich fest,dass die beiden büros,in denen wir drehen wollten heute plötzlichnicht mehr zur verfügungstehen. ich glaub, dass da irgendjemandgedacht hat,dass man die bürosder chefs einfach so benutzen kann. aberoffenbar ist dem nicht so. alsowerden neue gesucht. und dieschauspieler werden eine stunde späterbestellt.also hängen wir schoneine stunde, bevor wir überhaupt zudrehen beginnen. aber irgendwannsind dann die ganzen requisiten in dieneuen büros geschafft. leidersehen die büros jetzt so aus, wie für denfilm eingerichtet, und nichtso ganz, wie schon ganz langebewohnt. ausserdem ist derproduzent, der in der szene mitspieltvon einer schauspielerinbesessen. und gestern haben wir doch dieseganzen tv-news geschichtengedreht. die sollten bis heute geschnittensein. damit wir sie imhintergrund auf dem fernseher laufenlassenkönnen. das hat aus einemmir nicht ganz klaren grund nichtstattgefunden. also haben wir jetzteinen tollen schwarzen kasten imhintergrund. aber es ist ein sony.vielleicht gibts ja sponsoring.dieszene geht dann relativ schnell. unddann ins nächste büro. das istinzwischen auch schon eingerichtet.allerdings besteht es zum grösstenteil aus weissen wänden. und danngibt es noch die nachricht,dass inkurzer zeit ein betonlaster kommenwird, der im nebenhaus wasliefert.(sonntag) und wir warten den ab. dasverzögert den drehbeginnsoweit,dass schon dämmerung ist. und wirpassen das licht ständig an.esgeht sich knapp so aus, dass wir dierichtung gegen das fenster vor derdunkelheit fertig bekommen. und dannnoch ein umbau in die andererichtung. ziemlich grosser umbau. weilviele scheinwerferstativesogestellt waren, dass sie in der erstenkamerfahrt nicht drinnenwaren.aber jetzt eben. glücklicherweise sind wir jetzt nicht mehrtageslichtabhängig. nach so ca. 10 stunden ist daserste motivabgedreht. grosser umzug. die strassen hier sind wirklichso, dass ichmich freue, dass ich nicht fahren muss. das motiv ist einekleinetischlerei. einige stufen runter und dann ein längerer schlauch.wirhaben da drinnen drei szenen geplant. das motiv ist ziemlich dickmitstaub und sägespänen voll. die kamera wird mit klebeband verklebt,damitnichts ins innere gelangt. wir sind gerade dabei unsere erste szenedort zu drehen. ein kleiner junge muss sich von seinemvaterverabschieden, der von der polizei abgehot wird. plötzlich kommtjemandvon der stadt. wir haben offenbar keine genehmigung. alsomussdraussendas licht ausgemacht werden. sieht zwar total scheisseaus,weil es gerade noch gebrannt hat, als die polizisten aufgetauchtsind,aber wenn es nicht anders geht… aber dann sieht es plötzlich soaus,als ob wir dort gar nicht drehen dürften. als ob der besitzer garnichtvermieten dürfte. in dieser zeit geibt es zum glück wieder waszuessen.da ist ein cafe, in dem eine menge leute spiele spielen. wirtrinkenzwar eine menge tee, aber es ist mir immer wiederüberraschend,wie gutman aufgenommen wird, wenn man mit einer hordefilmleuten in soeinlokal einfällt, und nicht so viel konsumiert. nachdem essen ist dasproblem gelöst und wir können weiterdrehen. währendder nächsten szenekommen sie zwar wieder vorbei, aber es ist keingrosses problem mehr.bei der szene soll der schauspieler seinem kindzeigen, wie manschnitzt. dabe hackt er in dem schnitzwerk des echtentischlers rum,dass der sicher nochmal anfangen muss. aber er ist ja einsuperstar… updates müssen immer gleich installiert werden… da hab ich mir den ganzen tag lang immer sotolle notizen gemacht, weil ich dann heute ohne meinen laptop unterwegswar. wir waren den ganzen tag unterwegs und haben für den vorspannbilder gedreht, wo unser star von paparazzi und reportern verfolgtwird. gleich gehts weiter. update instaliert: computer muss beugestartet werden. heute früh alle gemeinsam vom stadtbürohier ins industriegebiet gefahren. die produktion findet jetzt mehrhier statt. das alte büro in der nähe vomhotel war zwar netter, aberdieses ist auch näher am drehort, und ab morgen kümmert mich das allesja eh nicht mehr. nachdem ich mit dem tonmann, der erst gestern mit seinem assistenten aus berlin angekommen ist beim abendessen war sitze ich jetzt noch schnell hier und schreibe. morgen früh soll es nicht so früh losgehen. so ab 11.00 soll ich im büro sein. und es soll vielleicht ein neuer test gedreht werden. keine ahnung, was das wieder soll. aber auch das werde ich erfahren. und einen operator gibt es auch nicht. noch nicht, wird mir gesagt. aber morgen finden sie jemanden. sagen sie. und übermorgen beginnen sie zu drehen. ich weiss nicht, wie ich hier auf den tisch hauen kann. aber das soll ich offenbar tun. irgendwie ist das ganz schön ermüdend. und wir haben noch nicht mal angefangen zu drehen. den ganzen tag bei der anderen post-firmagewesen. color korrektur. nachdem es gestern abend kurz mal geheissenhat, dass es gar keine geben wird für den test. da hab ich erst malgeschluckt. und irgendwie könnte ich auch nichts mehr machen aber dertest ist dann noch wertloser, als er im moment ja eh schon ist. dannwar es heute früh so, dass wir doch eine korrektor machen können. zwarnicht am lustre, wie der ganze film dann am ende gemacht werden soll,aber am flame sind wir gesessen. und haben ziemlich lange gebraucht.die jungs haben sich entschuldigt. der eine, der uns den workflowerklärt hat war der vice president der firma. und dar andere war eherein 3d artist als ein colorist. aber eine grundlegende farbrichtung unddie dunkelheit des films konnten wir doch etablieren. das sollten dieproduzenten sehen um dann im notfall noch was zu sagen. aber ich weissnicht wann die filmkopie fertig sein wird. der regisseur ist auch nochmal kurz nach berlin geflogen. dafür sind die tonleute gekommen und wirhaben heute schon wiedre eine ganze menge über timecode geredet. diecutter hier finden es gut, wenn wir den timecode in der füh, amdrehbeginn auf null setzen. da wir wahrscheinlich nicht mehr als 24stunden drehen werden, sollten wir an keinem drehtag probleme damitbekommen, dass der timecode wieder auf null zurückspringt. und auch diearbeit mit mehreren kameras und wie der kassetenwechsel stattfindensoll. dass wir immer beide tapes auf einmal wechseln sollen. falls einekamera mal für längere zeit allein laufen sollte werden wir die tapeswechseln, auch wenn auf einem nur kurze zeit was aufgenommen ist. ansonsten hab ich den test so gut wie möglich auf mein gefühl einesfeinen französischen lokals angepasst. und der regisseur hats gesehenund gemeint, dass das den produzenten zu dunkel sein wird. und auch mirwar es nicht zu dunkel, aber ich muss versuchen, mehr struktur in diebilder zu bekommen. und die darstellerin braucht mehr spitze. aber mitihrer hellen haut und dem hellen kleid ist es schwierig, die haare zutreffen, ohne irgendwoanders überbelichtungen zu veranstalten. um 9.00 heute früh fahren wir vom hotel ab.derfahrer ist auch wie immer pünktlich da. wir laden das tonequipmentein,dann fällt uns auf, dass das auto nur drei sitze hat. wird schoninordnung sein denken wir uns und fragen unseren fahrer. der tut so,alsob das alles sein ordnung hat und fährt erst mal los. um so ca nach50m, knapp ausser sichtweite des hotels und so, dass uns derregisseur,sollte er doch mitfahren wollen nicht mehr sehen kannanzuhalten. dort beginnt er dann zu telefonieren. aber irgendwie klapptdas nicht. erkriegt niemanden dran. ich ruf den regieassistenten an.der redet mitdem fahrer. es war schon so, dass wir zu viert hättenfahren sollen.aber niemand hat dran gedacht, dass dann auch das auto soviele plätzehaben sollte. aber der regisseur wird nachkommen. mit demtaxi. wirsind dann nicht wie geplant 30 minuten unterwegs, sondern fasteinestunde. als wir ankommen sieht das set noch so aus, als ob nochgarnichts getan worden wäre.dem ist auch so, die ausstatter warengesternmit den büros, die neu eingerichtet werden mussten sobeschäftigt, dassdieses set gelitten hat. also werden die wände, dieich moniert hattemit postern und zeugnissen zugebaut. am flur gibt eslampen in derdecke. die wollte ich durch pappröhren oder ähnlichesetwas von denwänden abhalten. die ausstattung hat für jede lampe einemetallröhregebaut, die mit drei drangenieteten laschen an der deckefestgemachtwerden müssen. sie waren nämlich noch nicht drangebaut. undsie warenaus eisen und so haben sie das licht noch mehr reflektiertundeigentlich das gegenteil erzeugt. also hab ich gefragt, ob mandieimmen ganz einfach mit schwarzer farbe anmalen kann. sprühen oderso.es sind dann für immerhin fast 25 lampen die dinger innen mitschwarzempapier verkleidet worden. und das ging eigentlich ziemlichfix. dahaben dann auch drei leute dran gebaut. und dann haben sie diesedingeran die decke geschraubt. der effekt ist ganz toll. mehrerelichtkegel,und die wand nicht mehr so hell. aber dass das so just intime gemachtwerden muss, das kostet mich immer wieder nerven. wir habendann diekameraeinstellung fetstgelegt und schienen gelegt. das lichtwar zu demzeitpunkt schon fertig. der regisseur kommt und wirbesprechen dieauflösung. da sind einige unrunde stellen im drehbuch,die wir jetztversuchen fetszustellen und zu beheben. zum beispiel kommteinüberwachungsmonitor vor , der nach dem buch eigentlich immer wiederwoanders stehen müsste. und es gibt eine flucht, die sich zwarnettliest, die aber im richtigen leben so gar nicht zutragen kann.wirüberlegen eine weile und kommen zu befriedigenden lösungen. sogegen11.00 hetzt das licht rum, um letzte änderungen zu machen, daerfahreich, dass der schauspieler später kommt. er hat offenbarverschlafen.also bessern wir noch ein wenig rum, bis um 11.30 gesagtwird, dassdieser darsteller gar nicht kommen wird. er hat offenbarirgendwoandersverpflichtungen, die er jetzt wahrnehmen wird. grossesrätselraten. wastun wir jetzt? der regisseur überlegt sich, dass einerunsererset-mitarbeiter ganz gut auf die rolle passen würde. und derwürde dasauch spielen. also wird er umgezogen und von seinertätigkeitentbunden. er ist nämlich für so kleinere dinge am setzuständig.kleine umbauten, ordnung etc. während der regisseur mit ihmprobt, wirder auch immer wieder gerufen. schliesslich wird die szenegedreht undwir überlegen uns die nächsten kameraeinstellungen. da isteiniges antext, aber die ersten proben klingen vielversprechend. alswir beginnendie neuen schienen zu legen meldet sich die produktion undsagt, dassdas mit diesem darsteller nicht geht. es gibt erst mal mittagund eswird überlegt. mittag ist ok. es ist 14.30. essen kommt geraderecht.allerdings dauert die pause ziemlich lang. bis um 16.30 verkündetwird,dass jetzt drehschluss ist, und ein neuer darsteller für dierollegesucht wird. also gehen alle nach hause. und ich kann mich mitdemoberbeleuchter noch um das neueinrichten des grossenrestaurantskümmern. die produzenten sind da und meinen, dass es ihnenzu dunkeldepressiv war. ein regieassistent kommt und fragt, welchenzoom ichmorgen nicht brauche, weil der anderweitig vermietet ist. undob ichinmünchen eine firma kenne, bei der sie die digi primes leihenkönnen.irgendwie gibt es probleme mit der verleihfirma. und die küchewirdauch gerade neu eingerichtet. immerhin sollen wir da morgenfrühanfangen zu drehen. und nicht wenig. und weil ich morgenfrühvielleicht wieder verspätung haben werde, bespreche ich mit dem obnochdie ersten einstellungen und das grundlicht. dann gehts heim. ichhabgelegenheit meinen mantel vom schneider zu holen, der auch abendsum20.00 noch offen hat. sieht viel besser aus mit schmalerenschulternund die ärmel hat er auch rausgelassen. ganz ok. auf denersten blick.es ist leider hier auch zu kalt, um ihn gleich anzuziehen.und dann binich gleich essen gegangen. schliesslich musste ich nochdiesen blogschreiben. das macht wirklich spass, aber ich muss mich auchdarangewöhnen, jeden tag was zu schreiben. sitzen gerade hier in einer der grösstenpostproduktionsfirmen in istanbul der test von gestern ist inzwischenhier gelandet. der offlineschnitt hat heute nacht nicht stattgefunden,weil auf dem dv-videoassistband leider keiln ton war. und hier ins haus(um wie dann beim dreh geplant die hd kassetten direkt in den avid zugrabben) war niemand. offenbar war das nicht angesagt. jedenfalls istes so, dass wir hier jetzt sitzen. endlich. gestren nach dem dreh wargeplant heute um 16.00 schon die filmausspielung zu machen. komisch.irgendwie hab ich da dran geglaubt. na ja. jedenfalls sitzen wir hieran einem avid nitris (!) und machen gleich mit online qualität hdmaterial unseren film. nachdem wir gestern ohne tonmann gedreht haben.das hört man auch ganz ordentlich. glücklicherweise muss ich fast schonsagen. das mikro und die angel waren furchtbar alt. und machen dieganze zeit ganz tolle knarzgeräusche.und manchmal brummt es auch ganzordentlich. wir hatten das mikro einfach in die kamera eingesteckt undan der kamera ausgesteuert. und mein kameraassi ist hier mit dferkamera als dit mitgekommen. und er ist natürlich auch keinfocus-puller. und das zusammen mit dem sicher etwas schlechterenzoomobjektiv machen die erste szene ganz ordentlich. aber auch nichtwirklich schön. nach dem test gestern waren wir schon alle ganz schön müde. bis ich gestern meinen blog fertig geschrieben hatte war es so gegen halb drei. und dann hab ich noch eine mail an meine freundin, die wirklich die beste ist, die ich mir vorstellen kann. (um ihre privatsphäre zu schützen sage ich nur meine freundin. falls sie nicht auf ihr recht verzichtet anonym zu sein, wird das auch so bleiben.) jedenfalls habe ich heute früh meinen mantel weggebracht. die kostümbildnerin hat mir ihren schneider genannt. und wenn ich hier schon im land der dienstleistung bin, und mich immer über diese kleinen läden freue, die einen ganz grossen charme haben, dann muss ich das auch unterstützen. die schultern enger machen und die ärmel höher setzen. und die ärmel rauslassen soll 30 lira kosten. neue. das waren bei meinem letzten besuch noch 30 millionen. und das sind 20 €. da kann man das schon probieren. |
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