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Mutig und hochdekoriert. Miep Gies, die Anne Frank versteckt und ihr Tagebuch gerettet hat, ist tot. RIP weitere Information: taz.de Hab gerade den dritten Teil der Dokumentation von Michael Verhoeven gesehen. Das Kapitel der Arisierung des Jüdischen Vermögens in Deutschland. Finsteres Kapitel. Jeder hat sich bereichert, und hatte so gar kein Interesse daran, das die Nachbarn wieder zurückkommen. Versteigerungen des enteigneten Hausstandes sind an der Tagesordnung, die Juden müssen Ausreisesteuer zahlen, werden in den ersten Lagern zur Aufgabe aller ihrer Güter gezwungen. Immer mit voller staatlicher Ordnung. Gesetze wurden geschaffen. Juden verlieren ihr Eigenztum, wenn sie ins Ausland gehen. Aber weil sich einige umgebracht haben, und da das Gesetz nicht griff, wurde nachgebessert. Das Eigentum von toten Juden fiel dem Staat zu. Und damit allen im Reich. Und das alles sehr nüchtern mit einer gewissen Ironie vorgetragen von Historikern, Angehörigen und Experten. Die Ironie ergibt sich einfach aus der Tatsache, dass sich diese Vorgänge so wahnsinnig anhören, das man da gar nicht ganz neutral berichten kann. Die Tabs für die Spülmaschine sind nicht in wasserlöslichen Verpackungen. Die für die Toilettenspülung schon. Aber ich hab eben den Spülmaschinentab nicht ausgepackt und mich gewundert, das das Geschirr nicht ordentlich gespült wurde. Und wirklich gedacht, dass da wohl ein Fehler in der Verpackungsfolie sein muss. Warum machen manche Menschen Gesten, die nicht zu den gesprochenen Worten passen. Ist es so, dass ältere Erfahrungen sich in der Sprache und neuere in der Gestik manifestieren? Oder gibt es da keine Regelmässigkeiten? Even now it is not so easy for the gay people to come out of the closet. in fact it is getting worse. the jokes about gays seem to come back and now it is cool again to use the saying “this is gay” if you see something that is not like you would do it. dress, drink or even drive a car. things that have nothing to do with being gay, but as you find them different from yourself and thatfor not so good you label them as gay. that was different some time ago, when it was politically incorrect to do so.
So i think we need more milk now than ever. again. So, jetzt ist der auch vorbei. Na ja, noch nicht ganz, immerhin schreib ich hier noch was. War auch wieder im Kino. Das ist ein Ritual (kann man das so nennen?) das ich jedes Jahr am ersten Tag mache. Ich suche mir einen Film aus, der ein Versuch ist, erstens gut zu sein und ausserdem auch ein wenig ein Thema fürs kommende Jahr zu setzen. Dieses Jahr ist es ein Dokumentarfilm geworden. max bill – das absolute augenmass Der Designer, Maler, Architekt Max Bill (1908-1994) hat am Bauhaus gelernt (bei Kandinsky, Klee etc.) und später die Hochschule für Gestaltung in Ulm mit aufgebaut. Hat jeden Rückschlag immer gleich künstlerisch umgesetzt. Als ihm bei einem Unfall fast alle Zähne ausgeschlagen wurden hat er gleich ein Bild gemalt, dass sich mit dem Thema auseinandersetzt. Wirklich eine schöne Dokumentation, die auch wirklich rührende Momente hat. Seine Witwe verstreut zum Beispiel seine Asche auf seinem Lieblingskunstwerk in Zürich, nachdem eine Urnenbestattung dort natürlich nicht erlaubt wurde. Schöne, stimmungsvolle Bilder, die sich sehr instinktiv und behutsam dem Werk Bills und den Personen in seinem Umkreis nähert. (DP Ueli Nüesch) Auf alle Fälle hab ich damit einen ziemlich hohen Standard für das Filmjahr 2009 gesetzt. Mal sehen, was das Jahr sonst so alles für uns vorbereitet hat. |
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